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Bildervortrag zur "Romanik in Mitteldeutschland"

Am Donnerstag, dem 15. März 2018, um 19 Uhr, lädt das Landsberger Museum, im Rahmen des Jubiläums "25 Jahre Straße der Romanik", zu einem Bildervortrag in den Speisesaal der Landsberger Grundschule (am Museum) ein. Dr. Thomas Frantzke stellt dann architektonische Meisterwerke der "Romanik in Mitteldeutschland" vor.

Die Romanik ist die erste große nahezu gesamteuropäische Epoche der Kunstgeschichte. Vor allem Kirchen und Klöster belegen dies eindrucksvoll. Doch auch die Burgen des Adels verstehen sich im Lauf der Geschichte nicht mehr nur als Wehrbauten, sondern immer stärker als repräsentative Zentren der Macht.

In Mitteldeutschland, insbesondere in Sachsen-Anhalt, haben sich eine Reihe qualitativ hochwertiger Beispiele dieser Zeit erhalten. Die berühmte Stiftskirche von Quedlinburg mit Krypta und königlicher Grablege oder auch die Liebfrauenklöster von Magdeburg und Halberstadt zeugen ebenso von der Phantasie und dem Können ihrer Erbauer wie die einzigartigen Doppelkapellen von Landsberg und Freyburg. In vielen Kirchen spiegeln sich nicht zuletzt auf Grund ihrer langen Bauzeit verschiedene Stilepochen wider. So haben sich in den überwiegend gotischen Domen von Zeitz und Merseburg herausragende Hallenkrypten des 11. Jahrhunderts erhalten.

Auch in Thüringen und Sachsen befinden sich Spitzenwerke der Romanik. Der Palas der Wartburg stellt den vielleicht berühmtesten Bau fürstlicher Herrschaft in Deutschland dar. Hohe Qualität zeichnet ebenso die Klosterkirchen von Thalbürgel und Wechselburg aus. Bei all diesen Beispielen fasziniert die Verbindung von Monumentalität und filigraner, künstlerisch anspruchsvoller Gestaltung. (Dr. Thomas Frantzke/ Inge Fricke)