Stadt Landsberg und Verwaltungsgemeinschaft Östlicher Saalkreis + Landsberg
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Landsberg

Rathaus der Stadt Landsberg (Erstbau wohl 1598)

Wohl 1598 erfolgte der Bau des Landsberger Rathauses, welches später nach Süden erweitert und 1901 mit einem Vorbau versehen wurde. Bei den mindestens 12 Bränden war, neben und dem Pfarrhaus, auch mehrfach das Rathaus betroffen. Dabei wurden auch ältere Stadtakten ein Opfer der Flammen. Im Jahre 1688 erhielt der "Ratskeller" das Privileg, "...Franken- und Landtwein, auch fremde Biere einzulegen zu verzapfen und zu verschenken und dessen sonst niemand daselbst unterstehen soll...".

 


Stadtkirche "St.Nicolai"
(um 1200)

Der Ursprung der Stadtkirche "St. Nicolai" in Landsberg, geht auf die Zeit um das Jahr 1200 zurück. Die Kirche besteht aus einem Schiff mit Apsis und Westquerturm. Turm und Apsis stammen aus dem 1.Viertel des 13. Jahrhunderts. Der Chorbereich wurde wohl im 17. Jahrhundert auf Schiffbreite erweitert, der alte Giebel ist über dem Dach der Apsis erkennbar. Südlich steht ein Portalvorbau, der ein romanisches Tympanon schützt (skulpiert mit dem heiligen Nikolaus zwischen dem Lamm mit der Siegesfahne und einem Löwen), daneben die etwas größere Sakristei. In der Apsis befindet sich ein romanisches Ostfenster. Das verputzte Holztonnengewölbe und die Empore stammen aus dem 16. Jahrhundert. Der Turm öffnet sich in Doppelarkaden zum Schiff. Aus der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts stammt die hölzerne Kanzel, die zwischen Ecksäulen Bilder der vier Evangelisten zeigt. Das ähnlich gestaltete hölzerne Taufgestell wird ebenfalls in diese Zeit datiert. (Dehio)


Kopie der sächsischen Postmeilensäule
(1989/ Original von 1730)

 Bereits im Jahre 1663 war Landsberg Poststation. Poststraßen führten an den Gasthöfen "Zum Goldenen Löwen", "Zum Pelikan", "Zum weißen Schwan" (später "Zu den drei Schwänen") und am Ratskeller vorbei. Durch Landsberg führten die Postrouten Leipzig-Magdeburg-Hamburg und Leipzig-Köthen-Potsdam-Berlin. Die Poststation befand sich im Gasthof "Zum Goldenen Löwen". Noch heute ziert den Landsberger Marktplatz die Kopie einer sächsischen Distanzsäule. Kurfürst August der Starke, hatte den Auftrag erteilt, an allen fahrbaren Wegen Kursachsens Straßenzeichen aufzustellen. An den Distanzpunkten, die den Beginn der Post- oder Landstraßen bildeten, wurden besonders prunkvolle Obelisken errichtet. Die Landsberger Distanzsäule stand seit 1730 auf dem Marktplatz. Nach der Übernahme sächsischer Gebiete durch Preußen (1815) wurde sie 1833 mit anderen Objekten in einer "Auktion unbrauchbarer Dinge" versteigert und entfernt. Seit 1989 steht eine Kopie an ihrer Stelle. Das originale Wappenteil der Säule von 1730 kann im Landsberger Museum besichtigt werden.


Malzfabrik
(1871)

 Als Aktiengesellschaft gründeten Gutsbesitzer und Kaufleute 1871 die Malzfabrik Landsberg mit einem Gründungskapital von 100.000 Taler, eingeteilt in 100 Aktien zu je 1000 Talern. Aus anfänglich kleinen Verhältnissen entwickelte sich die Fabrik zu einer der bedeutendsten ihrer Art in der Umgebung. In den Notzeiten des Zweiten Weltkrieges wurden die Darren zum Trocknen von Obst, Gemüse, Heil- und Gewürzkräutern genutzt, sowie Roggenmalz zur Streckung von Kakao hergestellt. Im Jahre 1951 konnte dann die Malzproduktion wieder aufgenommen werden. Von den in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts in Landsberg gegründeten Fabriken (1863 Zuckerfabrik, 1873 Maschinenfabrik), hat sich lediglich die Malzfabrik bis in unsere Tage erhalten. Zur Landsberger Malzfabrik gesellte sich 1997 die "Landsberger"- Brauerei.

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